Man kann ein Land erst dann richtig
kennen lernen, wenn man alle fünf Sinnesorgane bewusst
einsetzt, den Geschmackssinn fordert und sowohl die alltäglichen
als auch die festlichen Speisen kostet, die in der ungarischen
Küche zubereitet und serviert werden.
Worauf kann diese Besonderheit der
ungarischen Küche überhaupt zurückgeführt
werden? Natürlich auf den Gewürzpaprika, der viele
unserer Speisen wie beispielsweise das Paprikahähnchen
mit wunderbarer Farbe und köstlichen Geschmack "verzaubern"
kann. Auch die goldgelb gedünsteten Zwiebeln, durch
deren Aroma unsere typischsten Gerichte zu Gaumenfreuden
werden, so z.B. auch das Kalbspörkölt, die ungarische
Gulaschsuppe vom Rind oder den Fischpaprikasch (Paprikagulasch
aus Fisch). Auf die saure Sahne, die das gefüllte Kraut,
das Sauerkraut mit Fleisch oder das geschichtete Kraut besonders
schmackhaft und sämig werden lässt. Selbstverständlich
auf auf die Tomaten und die frischen Paprikaschoten, aus
denen der zu Recht berühmte Letscho besteht und auch
als Zutat für andere ungarische Gerichte verwendet
werden. Auf die Suppe - am bekanntesten sind sicher Fischsuppe
und Kesselgulasch - beide zählen zu den beliebtesten
Hauptgerichten und fehlen auf keiner Festtafel. Und nicht
zuletzt auch auf die sehr bekannten Gerichte wie Zander
vom Balaton, Backhähnchen, gefüllte Paprikaschoten,
knusprig gebratene Spanferkel, Strudel, Doboschtorte oder
Palatschinken (dünne Eierkuchen).