Im Reich des Schilfs
Der zweitgrößte See Ungarns und der drittgrößte
See Mitteleuropas ist durch die Wasserregulierung
der von mehreren Jahrhunderten vorhandenen Sumpfwelt,
durch das Anlegen der Einserkanals und der Schleuse
entstanden. Er liegt zwischen dem Leitha-Gebirge
von Sopron und der Landschaft Hanság. Seine
Fläche macht 337 km² aus, davon gehört
das südliche Viertel von 82 km² zu Ungarn,
der übrige Teil zu Österreich. Seine vollständige
Länge beträgt 36 km, seine Breite liegt
zwischen 6-15 km, seine durchschnittliche Tiefe macht
1,2-1,5 m aus (stellenweise 0,6-0,7 m, die tiefste
Stelle liegt bei 1,6 m).
Der Neusiedler See ist ein sehr alter, mit Schlamm
aufgefüllter, typischer flacher See, ein leicht
salziger Steppensee. Im vergangen Jahrhundert hatter
er sich mehrmals in eine Pfütze verwandelt,
und 1886 war er vollständig ausgetrocknet. Heute
sind die salzhaltigen Pusztas, die Moore und Seen
in der Umgebung ausgezeichnete Brutstätten für
die Zugvögel und für die hier heimischen
Vögel. Der Rand der Wasserfläche und die
Ufer weren von sauren Grasstreifen bedekct, weiter
nach innen kommt der breite Streifen des Schilfs,
dann ganz innen ist der offene Wasserspiegel zu finden.
Der See gehrt zum Nationalpark Fertő-Hanság.
In der Bucht von Fertőrákos ist ein
Selgeschiff- und Bootsverleih zu finden, hier legen
Ausflugsschiffe an. In der kleinen Bucht kann man
baden, rudern, mit dem Segelboot fahren und surfen.
Die den See teilende Landesgrenze darf nur mit Genehmigung
der ungarischen Grenzwache überschritten werden.
