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Kalocsa

Die an Dachrinnen zum Trocknen aufgehängten und zu Kränzen gebundenen Paprikaschoten, das unentbehrliche Gewürz unserer Speisen, die handgemalten, bunten Blumenmuster an den Wänden und Gängen in den Häusern, hauchdünne, weiße Spitzen, Stickereien mit bunten Blumenmustern und die wünderschön bestickten Volkstrachten haben den Namen der tausendjährigen Stadt Kalocsa weit in die Welt hinausgetragen. Die schönsten Stickereien und Volkstrachten beherbergt das 200 Jahre alte Landschaftshaus der Volkskunst (Népmüvészeti Tájház, Tompa Mihály u. 7). Die Geschichte des ungarischen Paprikaanbaus kann man im ungarischen Gewürzpaprika-Museum (Magyar Füszerpaprika Múzeum, Szent István király út 6) verfolgen.

Die erzbischöfliche Basilika (Szentháromság tér 1) besitzt zwei Türme und ist ein im italienischen Barockstil errichtetes, imposantes Bauwerk. Auf der im Inneren der Kirche befindlichen Orgel - sie gehört zu den größten Orgeln des Landes - spielte Ferenc Liszt des Öfteren. Unter den in der Schatzkammer der Basilika (Főszékesegyházi Kincstár, Szentháromság tér 1) aufbewahrten 110 Kunstwerken befindet sich auch die Herme des heiligen Stephan, die Kopfreliquie des Landesgründers, des ersten Königs von Ungarn und des Gründers des Erzbistums Kalocsa im Jahre 1009. Die Bibliothek des Erzbischofspalastes (érseki palota, Szentháromság tér 1) ist gleichzeitig die Schatzkammer mit mehr als 150.000 Buchbänden - unter ihnen viele Kodizes und Wiegendrucke - die heute einen unschätzbaren und unbezahlbaren Wert darstellen.

Das mannigfaltige Ausstellungsmaterial des Viski-Museums (Szent István király út 25) bietet diverse Sammlungen: Volkskunst, Ortsgeschichte, Mineralien, Münzen und Edelsteine. Im Schöffer- Museum (Szent István király út 76) finden wir 47 Arbeiten aus dem Lebenswerk von Miklós Schöffer, einem Sohn der Stadt und Pionier auf dem Gebiet der kybernetischen Ton- und Lichtzeichnen und der computergesteuerten Kunst.

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