Die verwinkelten Straßen, sie sieben
Kirchtürme, die farbenfrohen Häuser,
die engen Gässchen, zwei Dutzend Museen
und nicht zuletzt das überall gegenwärtige
mediterrane Flair machen die am Donauufer
liegende Stadt zur meist Besuchten im Donauknie.
Von den Kirchen sind noch heute vier im Besitz der
pravoslawischen Kirche der hier angesiedelten Serben,
die seinerzeit vor den Türken flüchteten.
Dies sind: die Kirche im Rokokostil Blagovesztenszka
(Fo tér), die Kirche Pozsarevacska (Kossuth
u. 1.), die Preobrazsenszka (Bogdányi út
42.) und die Hauptkirche, die Belgrád-Kathedrale
oder so genannte Saborna (Alkotmány u.) mit
ihrem verzierten Eingangstor.
Die Kirche St. Peter und Paul (Csiprovacska, Dumtsa
J. u.) hat die katholische Kirche übernommen,
die Opovacska-Kirche (Rákóczi u. 14.)
gehört heute zur reformierten Kirche.
Die Ikonen, Goldschmiedearbeiten und die anderen
Schätze des Museums der serbisch-orthodoxen
Kirchenkunst (Pátriárka u.
5.) ergänzen die Sehenswürdigkeiten der
serbischen Kirchen.
Die auf dem Berghügel stehende römisch-katholische
Pfarrkirche (Templom tér) wurde im
13. und 14. Jahrhundert erbaut und besitzt die
älteste Sonnenuhr des Landes, die heute
noch die Zeit anzeigt.
Hier gibt es alles für die nach Nostalgie suchenden
Touristen: Geschäfte, Restaurants, Zunftschilder,
die Gebäude am Hauptmarkt, die Verziehrung der
Häuser, die vielen attraktiven Fotomotive und
das Margit-Kovács-Museum,
eines der populärsten Museen des Landes (Vastagh
György u. 1.) mit den liebenswerten Figuren der
Museumsgründerin, einer Keramikkünstlerin
(1902-1977), bieten dem Besucher wahre Kunst und ästhetische
Erlebnisse, die der Quelle von Güte, Schönheit
und Menschlichkeit entsprungen ist.
Die Werke der talentierten Künstlerfamilien
des 19. Jahrhunderts, z. B. die von Károly
Ferenczy (1862-1917) und seinen Zwillingen Gobelinweberin
Noémi und Bildhauer Béni, dem Maler
Valér und von Ferenczys Ehefrau sind im Ferenczy-Museum
(Fo tér 6.) zu sehen.
Seit der Gründung der „Gesellschaft der
Maler von Szentendre“ im Jahre 1928 hat die
Organisation zahllose Ausstellungen mit den Lebenswerken
der im 20. Jahrhundert in der Stadt lebenden oder
mit der Stadt und der Schule von Szentendre verbundenen
Künstler in den schönsten Häusern und
Baudenkmälern der Stadt veranstaltet. In der
Bildergalerie von Szentendre (Szentendrei
Képtár, Fo tér 2-5.), die sich
im Haus eines ehemaligen serbischen Kaufmanns aus
dem 18. Jahrhundert befindet, sowie in der Galerie
der Künstlersiedlung (Bogdányi
út 51.) können Sie temporäre Ausstellungen
von zeitgenössischen Künstlern besichtigen.
Die Werke von zeitgenössischen Künstlern
der bildenden Kunst und des Kunstgewerbes können
Sie in 13 Galerien besichtige und
direkt vor Ort erwerben.
Das Szabó-Marzipanmuseum (Dumtsa
J. u. 14.) stellt Ihnen den süßen Grundstoff
in vielen Formen vor. Das Konditoreimuseum
Dobos bietet die originale „Dobostorte“.
Im Haus der Volkskünste (Rákóczi
u. 1.) können Sie die Volkskunst aus dem Komitat
Pest kennen lernen, im „römischen
Lapidarium“ (Dunakanyari körút
1.) sind die antiken Funde der Stadt Ulcisia Castra
aus dem 1. und 4. Jahrhundert zu besichtigen. In einem
alten Mühlengebäude wurde ein Kulturzentrum
eingerichtet: das Zentrum der „bildenden
Künste“.
Eine funktionierende Werkstatt de zeitgenössischen
Künste ist hier ebenfalls untergebracht (Bogdányi
út 32.). Die Ausstellungen werden durch bunte
Programmangebote ergänzt.
Das nationale Weinmuseum (Bogdányi
út 10.) erwartet die Liebhaber guter Weine
bzw. Weinsorten.
Im Verkehrsmuseum (Közlekedési
Múzeum) an der Endstation der S-Bahn wird eine
umfangreiche Kollektion von Fahrzeugen des öffentlichen
Verkehrs gezeigt.
Ungarns größte Volkskundesammlung finden
Sie im ethnographischen Freilichtmuseum
(Szabadtéri Néprajzi Múzeum,
Sztaravodai út 1.), 3 km vom Stadtzentrum entfernt.
Hier werden in ganz Ungarn gesammelte volkskundliche
Schätze und Andenken aufbewahrt. Nach der endgültigen
Fertigstellung des Freilichtmuseums können hier
in 10 Landschaftseinheiten mit insgesamt 340 Gebäuden
die Besonderheiten der volkstümlichen ungarischen
Architektur vorgestellt werden. Zurzeit können
Sie sieben Landschaftseinheiten, eine griechisch-katholische
Kirche und einen reformierten Steingarten besichtigen.
In dem von April bis September geöffneten Museum
werden an den Wochenenden volkstümliche Handwerksberufe
vorgestellt. Hier werden die für die ungarische
Volkstradition wichtigen Gedenktage gefeiert.
Die zahllosen Touristikattraktionen der 31 km langen
Insel Szentendrei können Sie
mit der Fähre oder bei Tahi
über eine Brücke erreichen. Von den vier
Siedlungen der Insel verfügt Kisoroszi
über einen Golfplatz.
