Die Bürger der im Jahre 43 nach Christus gegründeten
Stadt Savaria genossen die gleichen Rechte wie die
Römer. Aus den Einnahmen der Bernsteinstraße,
die die Ortschaft durchquerte, wurde eine prunkvolle
Stadt errichtet. Zwei archäologische
Ausgrabungsstätten versuchen, ein Bild
von der ehemaligen Pracht der Stadt zu vermitteln.
Auf dem Ruinenfeld des Forums der ehemaligen römischen
Bürgerstadt (Romkert, Templom tér 1-3)
wurden die Grundmauern öffentlicher Gebäude
freigelegt. Der Stadthalterpalast mit Pannoniens
größtem Mosaik, das Mercurius-Heiligtum,
die öffentlichen Bäder,
fast 50m Straßenbelag der Bernsteinstraße
und das Zollhaus gelten
als weitere Sehenswürdigkeiten. Die Funde der
Ausgrabungen sind im Savaria-Museum
(Kisfaludy Sándor u. 9) ausgestellt. Auf dem
Ruinenfeld Iseum (Rákóczi
u. 1) wurden die Überreste eines Isis-Heiligtums
aus dem 2. Jahrhundert freigelegt und rekonstruiert.
Sie dienen jetzt als Kulisse bei sommerlichen
Freilichtfestspielen des Iseums. Eine der
größten Barockkirchen Ungarns ist die ab
1791 erbaute Basilika (Templon
tér). Der riesige Innenraum wurde von hervorragenden
Künstlern mit Fresken, Bildern und Skulpturen
versehen. 1945 wurde die Kirche stark beschädigt
und seither laufend renoviert. Der Festsaal des im
Zopfstil errichteten Bischofspalais (Püspöki
Palota, Berzsenyi tér 3) „Sala Terrena“
gehört zu Ungarns schönsten Barocksälen.
Die Schatzkammer birgt sakrale Kostbarkeiten.
Die gotische Pfarrkirche der heiligen Elisabeth
(Aréna u. 1) aus dem 14. Jahrhundert besitzt
ein prächtiges Barockportal. Nebenan befindet
sich das ehemalige Franziskanerkloster.
Im Altarraum der ehemaligen Dominikanerkirche
St. Martin sieht man gotische Wandbilder,
die den berühmtesten Sohn der Stadt, zugleich
Bischof von Tour, den heiligen Martin, darstellen.
Das Schmidt-Museum (Hollán
Erno LANG u. 2) zeigt eine vielfältige Privatsammlung,
bestehend aus zahlreichen kunstgewerblichen Produkten.
Die Galerie Szombathely (Rákóczi u.
12) ist der ungarischen Kunst der Gegenwart gewidmet.
Die Seen der Stadt sind sowohl für Angler als
auch für Ruderer geeignet. Im Museumsdorf
von Vas (Árpád u. 30) wurden
aus 27 Gemeinden der Region 37 typische volkstümliche
Gebäude aufgestellt. Die ländliche
Bau- und Lebensweise in den Dörfern, die Bauernhäuser,
die hölzernen Glockentürme, eine Schmiede
und eine Wassermühle werden präsentiert.
An bestimmten Feiertagen finden Vorführungen
des ländlichen Handwerks statt.
Im größten Arboretum Ungarns in
Kámon (Szent Imre herceg u. 7) gedeihen
mehr als 1000 Arten von Nadelbäumen, 2000 Arten
von Laubbäumen und im Mai blühen 50 Rhododendronarten.
